theatermacherin

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lesetipp
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so viel eis
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magenschleimhaut
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treibeis schiffahrtskanal
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Neues #1

01/2026

Hallo du,

Das hier ist die erste Ausgabe meines Newsletters, der dir von nun an in unregelmässig-regelmässigen Abständen von meinem aktuellen Arbeiten als Theatermacherin erzählt.

Der Newsletter soll ein Ort fĂĽr Termine und AnkĂĽndigungen sein, aber auch fĂĽr Unfertiges und Prozess: Skizzen, FundstĂĽcke, Mini-Essays, Orakel, Krakeleien und das ein oder andere Gedicht.

Zuletzt verbrachte ich meine Zeit mit der Herstellung von WETTER, einem Zine mit Gedichten und Geschichten von mir. Ausgehend hiervon, startet die erste Ausgabe mit ein paar Gedanken zum Schreiben.

Take your time, viel SpaĂź beim Lesen & spread the word!

Staeff

„the poem is closely related to the spell“ - olga ravn

Ich bin in einem Haus aufgewachsen, in dem es schon immer viele Worte gab, aber genauso wenige Worte für das Unbehagliche, die Verspannungen, die Verunsicherungen und das Wanken. Das Ungesagte war wie diese eine Person, die zwar mit am Esstisch sitzt, die aber von niemandem angeschaut wird - und so hingen wir mit unseren Gesichtern über den Suppentellern, so tief, dass uns die Nasenspitzen glänzten.

Gedichte sind immer schon meine Versuche gewesen diffusen Zuständen in mir eine Form zu geben. Olga Ravn nennt das Transfigurationen. Wenn ich Worte finde, wenn ich eine kleine Hülle, ein kleines Zuhause dafür baue. Wenn ich die gärenden, überquellenden, zähen, diffundierenden Zustände verpacke. Wenn ich sie in diesem Gedicht banne. Und wenn ich das Gedicht dann immer wieder spreche und teile, dann transformiert die Form und unsere Sprache das Unsagbare.

HOW TO BAN THE UNSPEAKABLE? // DAS UNSAGBARE BANNEN - eine Anleitung

  1. Ich versuche es einzukreisen, das Unsagbare. Oder ich setze mich hin wenn es da ist.

  2. Ich stelle mir dieses diffuse Etwas vor wie einen Raum, den ich betreten kann. Ich begebe mich in das Unsagbare.

  3. Ich lasse meinen Blick schweifen. Es gibt etwas das nennt sich periphere Wahrnehmung. Du richtest deinen Fokus nicht auf einen Punkt aus, sondern lässt ihn verschwimmen und versuchst alles wahrzunehmen.

  4. Ich schreibe was ich sehe. Ich schreibe was mir einfällt. Ich schreibe was mich anfällt. Es muss keinen Sinn machen. Wenn es mir leichter fällt eine feste Form zu haben, dann versuche ich mich an einem Elfchen oder Haiku.

  5. Ich teile es mit Anderen. Ich murmle es auf dem Weg zur Bahn. Ich lese es meinem Hund vor. Ich schreibe es auf und verstecke es auf einem Spaziergang zwischen den Leisten der nächsten Pausenbank.

was gibts neues?

Dank meines bezaubernden Bruders und Lieblingscoders Lukas GĂĽnther, habe ich endlich eine Website. Whoop, whoop!

Wie ihr merkt, gibts jetzt einen Newsletter, digital via Mail oder analog in Form eines kleinen Zines, direkt in deinen Postkasten. Meld dich an und spread the word!

Nach unserem Album-Release im Oktober '25 haben wir nun endlich schickste Tapes von NADA FEELINGS produzieren lassen - there you go. Und sonst fleißig hören, bei all deinen Lieblingsstreamingdiensten!

Es gibt noch Exemplare von WETTER und TASCHENGELÄNDER. Bei Interesse gerne melden!

UPCOMING SHOWS:

07.03.2026 Anfang.Ziege.Ende @ Young Female Focus, Puppentheater Hamburg
09.03.2026 Anfang.Ziege.Ende @ TWIKX – Theaterwerkstatt im Kontor80, Leipzig
10.03.2026 Anfang.Ziege.Ende @ TWIKX – Theaterwerkstatt im Kontor80, Leipzig
13.03.2026 Anfang.Ziege.Ende @ Figurentheater GrashĂĽpfer, Berlin
14.03.2026 Anfang.Ziege.Ende @ Figurentheater GrashĂĽpfer, Berlin
14.03.2026 Germaniab*tch @ Theaterwerkstatt Pilkentafel, Flensburg
17.04.2026 Germaniab*tch @ Theaterhaus, Hildesheim
18.04.2026 Germaniab*tch @ Theaterhaus, Hildesheim